Auch Heise.de widmet sich nun der Euroweb-Geschichte. In der sonntäglichen Wochenschau “Was war. Was wird.” heisst es unter anderem:
[..] Das Wissen als knappe Ressource sorgt für Beschäftigung: In diesem unseren Land wird Web 2.0 als wunderbare Einnahmequelle von Juristen entdeckt, die Angst verbreiten wollen. All das im Auftrag von Firmen, denen Blogger sauer aufstoßen und die sich nicht zu schade sind, in einer Pressemitteilung solche Sätze zu schreiben:
“Wir hoffen, dass es in Zukunft nicht erneut zu dieser Art der Verleumdung kommt. Darüber hinaus möchten wir klarstellen, dass wir auch in Zukunft gegen Personen vorgehen werden, die die Euroweb Internet GmbH und/oder Einzelpersonen des Unternehmens in der Öffentlichkeit herabwürdigen oder anders schaden wollen.”Der deutsche Mittelstand, der von solchen Firmen ins Netz gebracht wird, darf in einer Landkantine oder beim Hendlwirt um die Ecke seinen Kummer über den aktuellen Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland ersaufen. [..]
Viel wichtiger scheint dagegen die Diskussion sein, ob Blogger nun auf fahrende Züge aufspringen und um Traffic zu generieren einfach einmal in nicht nachgeprüfte Hetzkampagnen einsteigen. Eine Diskussion zu diesem Thema zwischen Jens und Martina, wo es unter anderem um das Moni-Problem mit Transparency geht, findet man hier.
Jens hat in seinem Blog jedoch heute noch einmal klargestellt:
[..] Wir sind schnell genug, um im Zweifelsfalle vorab mal nachzuhaken, was an einer solchen Geschichte dran ist. Mailt direkt, ruft an oder fragt in den Kommentaren nach. Sprecht euch mit anderen Bloggern ab, die eventuell ein Thema besser beurteilen können, bei dem ihr euch nicht sicher seid, ob ihr es richtig verstanden habt. [..]
Doch was passiert, wenn wir Blogger tatsächlich Bockmist gebaut haben. Jens erklärt es meiner Meinung nach sehr deutlich:
[..] In diesem Fall – wenn alle Nachfragen und Vorabinfos uns dennoch getäuscht haben sollten – werden wir sicher souverän genug reagieren und den Schaden genauso gut beheben können wie wir ihn verursacht hätten. Ich glaube daran, daß Blogger nicht nur permanent am Motzen sind. Ich sehe auch, daß sie loben, daß sie sich entschuldigen und daß sie Dinge geraderücken, wenn sie etwas verbockt haben. [..]
Ich denke also, wenn wir mit unserer Verantwortung sorgsam umgehen, haben wir auch das Recht, Dinge wie im Falle Euroweb aufzugreifen und jemanden damit solidarisch zu unterstützen. Ich heule dann noch lange nicht mit den Wölfen, sondern vertrete nur, wie halt viele andere zur gleichen Zeit auch, meine ganz persönliche Meinung. Genau wie Jens die Motivation von so manchem Blogger, der halt nur zitiert und somit von manchem dann direkt ins Rudel eingeordnet wird, beschrieben hat:
“Schaut mal! Ich finde, hier stinkt es!”
Nachtrag: Da ich auch die “Gegenseite” zu Wort kommen will, verlinke ich hiermit höchst offiziell das ProEuroweb-Blog! Bitte beachtet auch die dort vom Verfasser verlinkten weiteren Blogs, die sich kritisch mit der Thematik auseinandersetzen.

Ich und Social Media