29. März 2006

Nichtstun ist auch eine Reaktion

Die Süddeutsche Zeitung schreibt heute unter der Überschrift “Transparency International – In der Mangel der Blogger” unter anderem:

[..] Bei Tranparency International wartet man derweil darauf, dass sich der Sturm wieder legt. “Egal was wir jetzt machen, ist falsch”, sagt Bäumel. “Hinterher ist man immer klüger. Vielleicht hätten wir gar nicht reagieren sollen”.

Dieses Erkenntnis setzt Transpareny offenbar schnell um: Auf die Frage, was jetzt weiter geschehen wird, antwortet Bäumel: “Nichts. Wir machen einfach Nichts.”

Dies finde ich absolut indiskutabel. So kann sich niemand, nicht im privaten, und erst recht nicht im öffentlichen Leben aus der Affäre ziehen. Daher finde ich nun das Schreiben vom LawBlog wiederum konsequent und richtig, hoffe jedoch gleichzeitig, dass dies nicht wiederum Reaktionen mit sich bringt, die die Situation eskalieren lassen.

Was mir beim Lesen des Artikels überhaupt nicht gefallen hat, sind die nachfolgenden Satzfetzen, egal, ob sie nun wahr oder unwahr erscheinen. Darüber zu diskutieren ist müssig. Tatsache ist nun, dass es geschrieben steht.

[..] Überall wird der Streit genüsslich ausgebreitet. [..]

[..] Die Blogger amüsieren sich über jedes weitere Fettnäpfchen [..]

[..] Natürlich sind Transparency nicht die ersten, die den Spott der Blogger auf sich gezogen haben. [..]

(Hervorhebungen durch mich.)

Klingt nach einer Menge Spaß. Ansonsten haben wir ja anscheinend Langeweile, wie dort ja ebenfalls nachzulesen ist:

[..] Auf die Art und Weise kann ein ruhiges Blogger-Leben von einem Moment auf den anderen sehr aufregend werden. [..]

Daher ist dieser Artikel der Süddeutschen Zeitung meiner Meinung nach für die Blogosphäre genauso wenig schmeichelhaft wie für Transparency.

Daher wiederhole ich meine Gedanken vom Vortag, noch verantwortungsbewusster Vorzugehen.