Wenn etwas schief geht, dann wohl richtig. Der PR-Gau für Transparency ist meiner Meinung nach schon eingetreten. Nachdem verschiedene Online- und Printmedien, darunter auch die Tagesschau darüber berichten, ist der Schaden wohl nicht mehr gutzumachen. Transparency widerspricht sich inzwischen, gibt Presseerklärungen mit vertraulichen Daten heraus und zieht sie dann wieder zurück. Die Nervosität ist gross und trägt derweil nicht zur Deeskalation bei.
Ein bisschen hat mich der Artikel der Tagesschau verwundert, denn deren Berichterstattung scheint ja wohl ein wenig parteiisch zu sein. Jetzt könnte man ja behaupten, es ärgert mich nur, da er gegen die Blogger gerichtet ist. Ehrlich gesagt rege ich mich weniger darüber auf als mancher meiner Kollegen. Und ein Stück Wahrheit ist sicherlich auch mit dabei. Man sollte es nicht überbewerten.
Die Reaktion von Jens, dessen Vorgehensweise und Stellungnahmen ich in anderer Sache noch verteidigt habe, kann ich im Fall Transparency jedoch nicht mehr nachvollziehen. Ich halte seinen offenen Brief an den Justiziar für überzogen, gerade auch deshalb, weil er meines Erachtens in die Geschichte nicht direkt involviert ist und Gefahr läuft, in der Euroweb-Geschichte ab Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Aber man kann es drehen und wenden wie man will, diese Dinge nehmen Ausmaße an, in denen wir unsere Verantwortung noch kritischer hinterfragen müssen. Und wir müssen vorsichtig damit sein, dass sich nicht ein paar Blogger nach aussen hin als Sprecher der Blogosphäre abstempeln lassen müssen. Ich will auch hierbei richtig verstanden sein: Ich denke nicht, dass diejenigen es darauf anlegen, aber man wird schnell in eine Schublade gesteckt, ohne es zu wollen. Hier verbirgt sich für mich im Moment die grösste Gefahr.
Und nun sollte man auch nicht versuchen, jeden Fehler, der im Eifer des Gefechtes gemacht wird, propagandatechnisch auszunutzen. Besonnen sollte man die Lage analysieren und sie schnellstmöglich aus der Welt schaffen. Dies gilt logischerweise für alle betroffenen Parteien.
Klein-Bloggersdorf hatte genug Aufregung in den letzten Tagen – nun ist es Zeit für ein bisschen Ruhe. Meine Meinung (falls sie geduldet wird) ….

Ich und Social Media